Medien der Geschichte 14.04.2008

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Goldrausch in Kalifornien

1. Kontext und Verlauf des Goldrausches (The Gold Rush)

2. Mediale Darstellungsformen


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3. Thesen

  • Der Verlauf des Kalifornischen Goldrausches und das Leben als Goldgräber sind durch Zeitungsartikel, Illustrationen, Fotografien, Tagebucheintragungen und Briefe gut dokumentiert und nachvollziehbar. Insbesondere die von Goldgräbern verfassten Briefe und Tagebücher ergeben ein deutliches Bild von den Zuständen und Erlebnissen aus dem 'Wilden Westen'.
  • Auch wenn es sich bei Goldgräbergeschichten und bei Nachrichten über wertvolle Goldfunde grösstensteils um Gerüchte handelte, wurde der mündlichen Kommunikation grosse Beachtung geschenkt. Dies mag einerseits daran gelegen haben, dass zur damaligen Zeit eine durch das Goldfieber verursachte euphorische Stimmung herrschte und andererseits, weil keine anderen Quellen zur Überprüfung solcher Gerüchte zur Verfügung standen.
  • Weil die Überprüfung von Informationen aus Zeitungsberichten einige Zeit in Anspruch nahm, wurden Zeitungsartikel zu Beginn des 19. Jahrhunderts eher skeptisch betrachtet.
  • Mit dem Aufkommen der telegrafischen Kommunikation Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Nachrichten in Zeitungen und Journalen weltweit am selben Tag verfügbar, was zu höherer Glaubwürdigkeit gegenüber Medieninhalten führte.


Literatur- und Quellverzeichnis

  • Bierling, Stephan: Kleine Geschichte Kaliforniens. München. 2006.
  • Brands, Henry Wiliam: The Age of Gold. The California Gold Rush and the New American Dream. New York. 2002.
  • Johnson, Wiliam Weber: Der Goldrausch. In: Time-Life Bücher. Der Wilde Westen. Time-Life International (Nederland) B.V. 1979.

Weitere Links

Videos

Ein paar Gedanken zur Sitzung

Eine erneute Zusammenfassung von den Anfängen, über die Entwicklung, bis hin zu den Auswirkungen des Goldrausches in Kalifornien scheint mir hier nicht sehr sinnvoll. Stattdessen möchte ich einige Fragen, welche sich mir nach oder während der Sitzung gestellt haben einfach mal kurz skizzieren. Zunächst mal die oft gestellte Frage nach den Quellen und der Quellenlage. Ohne eine absolute Sicherheit zu haben vermute ich, dass sich das sehr gut ausgearbeitete Referat auf Sekundärliteratur gestützt hat. Die Quellen scheinen rund um dieses Thema bereits bestens aufgearbeitet zu sein. Ein wunderbar illustriertes Buch mit tollem Einband und eine benutzerfreundliche Internetseite sind nur zwei Belege dafür. Also ein einfaches Spiel für die Historikerin / den Historiker !? Ja, denn die erwähnte Internetseite bietet eine Fülle von Informationen, Karten, Fotos usw. und dies ist nur eine Seite von vielen. Nimmt man die gezeigten Themenauftritte auf YouTube noch dazu wird die Fülle der Medien zumindest in diesem Thema schnell deutlich. Ohne hier eine Wertung der einzelnen Medien vorzunehmen ist es doch erstaunlich, dass sowohl nach dem Referat als auch beim YouTube Video das gleiche Foto gezeigt wurde, also eine gleiche Quelle verwendet wurden. An diesem Beispiel kann man gut aufzeigen, wie wichtig die Arbeit einer fundierten Quellenkritik ist. Dies wurde anhand des Fotos dann auch im Seminar andiskutiert. Die Arbeit der Historikerin, des Historikers bleibt in diesem Fall die gleiche - ob das Foto nun im Original, in digitalisierter Form oder in einem Video gezeigt wird. Aber nicht nur Fotos, sondern zum Beispiel auch die Tagebücher oder Briefe der damaligen Goldsucher sind spannende Quellen, müssen aber einer Quellenkritik unterzogen werden. Wie im Seminar kurz angesprochen müssen Tagebucheinträge zum Beispiel nach der Absichtsidee des Schreibers hinterfragt werden: Sind es chronistische Aufzeichnungen für die Nachkommen oder wurden sie mit der Absicht einer Veröffentlichung geschrieben oder stehen die Aufzeichnungen für ganz private, intime Verarbeitungsprozesse? Eine intensive Auseinandersetzung mit den Quellen gehört zum Handwerk eines jeden Historikers/ einer jeden Historikerin. Unweigerlich stellt sich da die Frage, wie geht dann die Geschichtswissenschaft mit den Videos – zum Beispiel mit denen auf YouTube – zukünftig um? Gerade bei den angeschauten Einspielungen am Ende des Seminars sind so gut wie keine Hintergrundsinformationen ersichtlich. Wie wird oder soll eine YouTube- Videoquelle zukünftig in der Geschichtswissenschaft behandelt werden? Wie auch immer, ich nehme meine gemachte Aussage, dass mit der Fülle der Medien und deren Zugänge die Arbeit der Historikerinnen und Historiker einfacher geworden ist hiermit wieder zurück. Vielleicht stimmt dies in Bezug auf Referate aber sicher nicht im Bezug auf die Quellenkritik.

F. Rohrer