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Durch Sprache und Schreibweise werden Dinge, Strukturen und komplexe Vorgänge (be)greifbar und beschreibbar gemacht – man kann durch sie bewusst wie unbewusst ab- und ausgrenzen. Ausgrenzung in der Sprach-/Schreibwahl passiert beispielsweise wenn Aussagen über eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtern nur in der männlichen Form dargestellt werden. Gerade in der Geschichtswissenschaft, bei der Historiker_innen m.E. immer wieder eigene Identitätskategorien unüberlegt auf andere historische Kontexte legen, halte ich es für notwendig sich über sprachliche Inklusions-/Exklusionsmechanismen Gedanken zu machen.
 
Durch Sprache und Schreibweise werden Dinge, Strukturen und komplexe Vorgänge (be)greifbar und beschreibbar gemacht – man kann durch sie bewusst wie unbewusst ab- und ausgrenzen. Ausgrenzung in der Sprach-/Schreibwahl passiert beispielsweise wenn Aussagen über eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtern nur in der männlichen Form dargestellt werden. Gerade in der Geschichtswissenschaft, bei der Historiker_innen m.E. immer wieder eigene Identitätskategorien unüberlegt auf andere historische Kontexte legen, halte ich es für notwendig sich über sprachliche Inklusions-/Exklusionsmechanismen Gedanken zu machen.
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Daher verwende ich, wenn mehrere Geschlechter bezeichnet werden sollen neutrale Formen (Studierende) oder den Gender Gap (Student_innen). Der Gender Gap ist aus einer queeren Sprachkritik entstanden und ist eine von mehren Möglichkeiten auf Geschlechter und Geschlechtsidentitäten hinzuweisen, die sich nicht im dichotomen Frau/Mann-Schema einordnen lassen.Zur aktuellen Diskussion um den Gender Gap siehe einen [http://diestandard.at/1224776349439/GenderSprache-Raum-fuer-_|Überblicksartikel von diestandard.at], zur Verwendung anderer queerer Schreib- und Sprechstile siehe: [http://www.liminalis.de/2008_02/Liminalis-2008-Baumgartinger.pdf|Persson Perry Baumgartinger, Lieb(schtean), Les(schtean), (schtean) du das gerade liest… - Von Emanzipation und Pathologisierung, Ermächtigung und Sprachveränderungen, 26. Juni 2008, in: Liminalis - Zeitschrift für geschlechtliche Emanzipation, 2008_02]
 
Daher verwende ich, wenn mehrere Geschlechter bezeichnet werden sollen neutrale Formen (Studierende) oder den Gender Gap (Student_innen). Der Gender Gap ist aus einer queeren Sprachkritik entstanden und ist eine von mehren Möglichkeiten auf Geschlechter und Geschlechtsidentitäten hinzuweisen, die sich nicht im dichotomen Frau/Mann-Schema einordnen lassen.Zur aktuellen Diskussion um den Gender Gap siehe einen [http://diestandard.at/1224776349439/GenderSprache-Raum-fuer-_|Überblicksartikel von diestandard.at], zur Verwendung anderer queerer Schreib- und Sprechstile siehe: [http://www.liminalis.de/2008_02/Liminalis-2008-Baumgartinger.pdf|Persson Perry Baumgartinger, Lieb(schtean), Les(schtean), (schtean) du das gerade liest… - Von Emanzipation und Pathologisierung, Ermächtigung und Sprachveränderungen, 26. Juni 2008, in: Liminalis - Zeitschrift für geschlechtliche Emanzipation, 2008_02]

Version vom 30. Mai 2010, 14:53 Uhr


Vergleichsarbeit

Zur Vergleichsarbeit siehe die Interne Seite zu Fernand Braudel

Einträge von Wikipedia in Wikipedia vergleichen

*Eintrag über Wikipedia in der deutschsprachigen Wikipedia

Notizen:

  • Geburtstunde 2001, mit vorlaufenden Projekten
  • NPOV
  • Macht haben in der englischsprachigen vor allem Jimmy Wales und seit Anfang 2004 einem von den Teilnehmern gewählten „Arbitration committee“ und Admins mit hoher sozialer Autorität
  • Artikel ist außerordentlich lang und wenig in Unterartikel geteilt (würde Kürzungsbedarf vorschlagen), Teile sind nicht ausreichend geschrieben (bei dem Punkt Finanzierung ist auch eine Überarbeitungsbox geschalten)

Fragen/Anmerkungen:

  • Warum ist Wikimedia (Eigentümerin der Wikipedia) eine Stiftung? mögliche Unterschiede zwischen Regelung in USA und Europa?
  • NPOV, meint möglichst viele Stimmen zu? Was ist Neutralität?
  • wenig klassische Hierarchien werden sozialen Hierarchien entgegengesetzt? Mehrheit entscheidet -> Was ist mit der Minderheit (Diskussion um geschlechtergerechte Sprache als Beispiel)
  • Warum gerade der Finanzierungspunkt so mager ist ist spannend

im Vergleich zum italienischen Wikipedia Eintrag:

  • besser strukturiert (es exisitieren Unterseiten z.B. zur Geschichte der Wikipedia)
  • bis auf wenige Ausnahmen wurden die selben Bilder verwendet
  • Wörter werden mehr übersetzt und weniger direkt vom englischen übernommen
  • Sprache ein wichtiges Thema (eigene Sektion zur italienischen Sprache in Wikipedia und Wikipedia in den verschiedenen italienischen Dialekten, z.b. in friulan, sardisch, sizilianisch, etc.)


Geschichtsportal

Macher_innen:

  • Projektredaktion Geschichte
    • eigene Seite zur Organisation der Redaktion Geschichte und zur Klärung von Fragen zur Redaktion als solcher
    • Unterprojektgruppen möglich
    • eigene Qualitätssicherung
    • wirkt elitärer

Qualität:

  • bei Quellen aber auch Historiker_innen starker Fokurs auf deutschsprachigen Raum, Relevante englischsprachige fehlen.
  • Unterportale z.T. qualitativ wertvoller (im Sinne von Recherchen, Pluralismus, etc.) z.b. Portal zu Nationalisozialismus, während der Artikel zum Bund deutscher Mädel in der normalen Wikipedia und im NS-Portal zu finden ist, fehlt die Verlinkung im Geschichtsportal

Anspruch:

  • soll als Überblick dienen

Usability:

  • mittel, da Unterseiten/Unterportale mit Tools arbeiten die weniger bekannt sind, siehe z.B. das Seitenlayout von Portalen

Anderes:

  • auf den ersten Blick nur Strukturgeschichte
  • wenig kritisches (weder kritische Geschichtswissenschaft noch Nischenthemen)


ausgesuchte Lemmata


Notizen zu Text von Dina Brandt

Brandt, Dina: Postmoderne Wissensorganisation oder: Wie subversiv ist Wikipedia?, in: Libreas, 2009, 14, S. 4-18.

  • Schaffung von Wissensexpert_innen wird bzw. traditionelles Wissen wird mit Bourdieu erklärt. Wissenschaftlicher Habitus und Bourdies Kapitalkonzepz passen hier gut
  • Brandt sieht Verbindung zwischen wissenschaftlichem Impact Faktor und dem Google Refenzsystem
  • Wikipedia-Prinzip offener als akademische Wissenschaft aber kann sie deswegen wirklich als offen gesehen werden? Brandt schreibt: "Die internen Normen werden beständig durch alle verhandelt und weiterentwickelt"(1)
  • Freie Struktur hat sich selbst Strukturen geschaffen (Admins, Löschboards, Portale, etc.)
  • Ideal und Praxis sind nicht deckungslgeich. Problem liegt m.E. nicht in der fehlenden Deckungslgleichheit sondern in der fehlenden Sensibilität für interne Probleme (z.B. Ideal der Demokratie vs. hierarchische soziale Strukturen)
  • Open Source als ideologisches Rückgrat von Wikipedia
  • Brandt schreibt von einem grunsätzlichen Verzicht auf Belege -> was ist mit Artikeln die einen riesigen Fußnotenapparat haben bzw. inwiefern werden andere Enzyklopädien belegt?
  • Brandt schreibt das Verfechter_innen von freien Inhalten die Meinung vertreten gesellschaftliche Entscheidungsprozesse würden wesentlich demokratischer gestaltet werden.(2)

Mögliche Kriterien und Vergleichsarbeit

  • Vgl. Faschismus und Eintrag zu Faschismus in Enzyklopädie des Holocaust: die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden / [Haupthrsg. Israel Gutman]. Hrsg. [der dt. Ausg.] Eberhard Jäckel, 1993, Seite 445-451

Struktur: Unterüberschriften: Worterklärung, Geistesgeschichtliche Grundlagen, Entwicklung des Faschismus nach dem ersten Weltkrieg, Faschismus und Antisemitismus, Literatur (keine der Literaturangaben sind im Wikipedia-Eintrag zu finden)

  • Mögliche Kriterien:
    • Angegebene Literatur: Aktualität, Decken sich die Literaturangaben, Werden alle Aspekte des Eintrags/Artikels durch die Literatur angegeben.
    • Überblick: Gibt Eintrag/Artikel einen Überblick zum Thema. Relevant für den Überblick ist eine Begriffserklärung, eine historische und eine aktuelle Kontextualisierung
    • Begriff/Ereignis/Person wird von mehreren Seiten betrachtet, eine Begriffshistorie gezeichnet
    • Relevante Personen und Ereignisse eklärt oder verlinkt
    • Wie oft wird der Artikel/Eintrag als Quelle in anderen Büchern/Internetseiten herangezogen: Wie oft bei automatisch generierten z.b. bei answers.com und wie oft und wie bei user-generierten


  • Vielleicht hilfreich: Wikipedia Kriterien für einen lesenswerten Artikel:
   ** Ein Artikel muss die Kernaspekte des Themas abdecken und selbstverständlich fachlich korrekt sein.
   ** Die Informationen des Artikels müssen belegt sein. Sie müssen sich auf zuverlässige Quellen stützen und anhand der angegebenen Literatur und/oder der Einzelnachweise durch Dritte überprüfbar sein.
   ** Sämtliche im Artikel verwendeten Abbildungen müssen unter einer freien Lizenz stehen.
   ** Die Form sollte ansprechend sein und Wikipedia-Standards einhalten.
   ** Artikel müssen eine Einleitung besitzen, die das Wichtigste zum Thema zusammenfasst und dabei klärt, in welchem Fachgebiet und in welchem Zusammenhang das Thema steht.


Einzelnachweise

  • (1)Brandt, Dina: Postmoderne Wissensorganisation oder: Wie subversiv ist Wikipedia?, in: Libreas, 2009, 14, S. 6
  • (2)Brandt, Dina: Postmoderne Wissensorganisation oder: Wie subversiv ist Wikipedia?, in: Libreas, 2009, 14, S. 11


Zur Autorin

Profil auf Wikipedia.com

Wiki-Artikel:

Mitarbeit bei Artikeln:

Artikel zu Wiki/e-Wissen

Zur Verwendung geschlechtergerechter/queerer Schreibweise

Durch Sprache und Schreibweise werden Dinge, Strukturen und komplexe Vorgänge (be)greifbar und beschreibbar gemacht – man kann durch sie bewusst wie unbewusst ab- und ausgrenzen. Ausgrenzung in der Sprach-/Schreibwahl passiert beispielsweise wenn Aussagen über eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtern nur in der männlichen Form dargestellt werden. Gerade in der Geschichtswissenschaft, bei der Historiker_innen m.E. immer wieder eigene Identitätskategorien unüberlegt auf andere historische Kontexte legen, halte ich es für notwendig sich über sprachliche Inklusions-/Exklusionsmechanismen Gedanken zu machen.

Daher verwende ich, wenn mehrere Geschlechter bezeichnet werden sollen neutrale Formen (Studierende) oder den Gender Gap (Student_innen). Der Gender Gap ist aus einer queeren Sprachkritik entstanden und ist eine von mehren Möglichkeiten auf Geschlechter und Geschlechtsidentitäten hinzuweisen, die sich nicht im dichotomen Frau/Mann-Schema einordnen lassen.Zur aktuellen Diskussion um den Gender Gap siehe einen von diestandard.at, zur Verwendung anderer queerer Schreib- und Sprechstile siehe: Perry Baumgartinger, Lieb(schtean), Les(schtean), (schtean) du das gerade liest… - Von Emanzipation und Pathologisierung, Ermächtigung und Sprachveränderungen, 26. Juni 2008, in: Liminalis - Zeitschrift für geschlechtliche Emanzipation, 2008_02