Bibliotheken

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Version vom 26. März 2008, 14:50 Uhr von Claudia Bolliger (Diskussion | Beiträge)
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Die Web2.0-Technologie ist eine Herausforderung für Bibliotheken und bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich.


Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit:

- Neue Kommunikations- und Interaktionskanäle über RSS-Feeds und Weblogs

- Bildung von sozialen Netzwerken

- Chancen auch junge Benutzer anzusprechen

- Optimiertes Image der Bibliothek in der Öffentlichkeit


Auswirkung auf die Benutzung:

- Chance für eine konsequente Ausrichtung der Dienste und Angebote auf die Bedürfnisse der BenutzerInnen

- Zusätzliche Dienstleistungen wie z.B. Dienste zur Verwaltung privater Büchersammlungen oder zum Taggen wissenschaftlicher Literatur (Connotea,BibSonomy)

- Neue Möglichkeiten der Informationsvermittlung. Empfehlungen, Neuerwerbungen (über RSS-Feeds), News über LibraryThing oder Connotea


Auswirkung auf die Sacherschliessung:

- Die Verschlagwortung ist nicht mehr Domäne des Experten. Die Benutzer können durch Tags und Bewertungen im Katalog „mitarbeiten“. Es stellt sich die Frage der Qualitätskontrolle. Das Problem der Qualitätskontrolle wird im akademischen Umfeld der Universitätsbibliotheken etwas entschärft, da man hier davon ausgehen kann, dass vor allem auch Experten das Tagging und die Bewertungen mitgestalten.


- Positiv: Taggingsysteme ermöglichen die Bewertung des Bestandes. Sie sind eine Art Rating, das die Beliebtheit von Buchtiteln oder Themen zeigt. Sie bieten sich als Orientierungshilfe bei der Bestandsgestaltung an.

- Positiv: Durch social Tagging werden aktuelle Begriffe schneller verfügbar als bei der bibliothekarischen Verschlagwortung. Der aktuelle Sprachgebrauch wird besser berücksichtigt.

Interessante Produkte für Bibliotheken

  • Librarything: Katalogsanreicherungsmöglichkeiten ; Leser, die keine Bibliotheksbenutzer (mehr) sind, erreichen

- intern : Informationskanal : auf dem Laufenden bleiben ; Austausch mit Fachleuten

- Öffentlichkeitsarbeit : Bibliothek besser sichtbar machen ; Sprachohr nach aussen

  • VuFind: Open Source OPAC, benutzerfreundliche Suche, Katalogsanreicherung- und Partizipationsmöglichkeiten
  • Podcasting: Führungen durch Bibliothek, Präsentation der Bestände, kurze Benutzungshinweise
  • BibSonomy: Falls eine Bibliothek ihre Katalogdaten über Share-icons in einem verbreiteten Format wie BibTeX zugänglich macht, kann sie ihre Bedeutung auch im Zeitalter des Web 2.0 geltend machen. Das Beispiel der KUG Köln zeigt auch, dass Bibliothek 2.0-Projekte, welche Social Software wie BibSonomy einbeziehen an Prestige gewinnen, zumal sie sich so den Ruf einer innovativen, zeitgemässen Institution erarbeiten.
  • RSS-Feed: Bibliotheken können über RSS-Feeds ihre Neuerwerbungen den interessierten BenutzerInnen bekannt geben und so eine bessere Nutzung ihrer Bestände erreichen.

Interessante Projekte für Bibliotheken

  • Open Library: als Alternative zu Worldcat, technisches Know-how der Datenbankverwaltung mit mehreren Formaten
  • eLib.at: Ergänzung des virtuellen Bibliotheksangebots mit Volltexten zu Österreich und seinen Vorgängerterritorien