Kollaboratives Schreiben: Unterschied zwischen den Versionen

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(Arten des gemeinsamen Schreibens)
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* '''Kommunikation''': Die Autor/innen verständigen sich bei einem gemeinsamen Publikationsprojekt über ihre Inhalte und stimmen diese untereinander ab (sofern dies nicht ein Redaktor oder Herausgeber übernimmt, bzw. die Funktion der Herausgeberschaft auch wieder gemeinschaftlich vorgenommen wird). Diese Form gilt für viele Sammelbände mit explizit ausgewiesenen Beiträgen von verschiedenen Autor/innen.  
 
* '''Kommunikation''': Die Autor/innen verständigen sich bei einem gemeinsamen Publikationsprojekt über ihre Inhalte und stimmen diese untereinander ab (sofern dies nicht ein Redaktor oder Herausgeber übernimmt, bzw. die Funktion der Herausgeberschaft auch wieder gemeinschaftlich vorgenommen wird). Diese Form gilt für viele Sammelbände mit explizit ausgewiesenen Beiträgen von verschiedenen Autor/innen.  
* Konzeption:  Diese Form geht dem eigentlichen Schreibprozess voraus und kann anschliessend in alle folgenden Formen gemeinsamen Schreibens münden. Die Autor/innen erarbeiten gemeinsam die Grundlagen, die Struktur des Textes und die Kernaussagen.
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* '''Konzeption''':  Diese Form geht dem eigentlichen Schreibprozess voraus und kann anschliessend in alle folgenden Formen gemeinsamen Schreibens münden. Die Autor/innen erarbeiten gemeinsam die Grundlagen, die Struktur des Textes und die Kernaussagen.
* Kooperation:  Kooperation ist das verteilte Schreiben, bei dem Autor/innen beispielsweise die Verantwortung für einzelne Kapitel oder Textteile übernehmen. Diese Form wird (wenn die Autor/innen und ihre Texte nicht explizit bezeichnet werden) oft auch dem kollaborativen Schreiben zugeordnet.
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* '''Kooperation''':  Kooperation ist das verteilte Schreiben, bei dem Autor/innen beispielsweise die Verantwortung für einzelne Kapitel oder Textteile übernehmen. Diese Form wird (wenn die Autor/innen und ihre Texte nicht explizit bezeichnet werden) oft auch dem kollaborativen Schreiben zugeordnet.
* Kollaboration: Bei der Kollaboration erarbeiten alle Mitglieder des Autor/innen-Teams den Text gemeinsam. Diese Arbeitsform kann als Versioning (Bearbeiten des Textes durch die Mitglieder zeitlich nacheinander; beispielsweise durch Weiterreichen eines Worddokuments) oder parallel (zeitgleiches, gemeinsames Bearbeiten des Textes, etwa in Wikis oder anderen ICT-gestützten kollaborativen Schreibtools).
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* '''Kollaboration''': Bei der Kollaboration erarbeiten alle Mitglieder des Autor/innen-Teams den Text gemeinsam. Diese Arbeitsform kann als Versioning (Bearbeiten des Textes durch die Mitglieder zeitlich nacheinander; beispielsweise durch Weiterreichen eines Worddokuments) oder parallel (zeitgleiches, gemeinsames Bearbeiten des Textes, etwa in Wikis oder anderen ICT-gestützten kollaborativen Schreibtools).
  
 
== Hierarchisch vs. Dialogisch ==
 
== Hierarchisch vs. Dialogisch ==

Version vom 16. Februar 2006, 16:06 Uhr

  (diese Seite ist in Arbeit)

Ein wichtiges Element des ICT ist die Möglichkeit der Manipulation der digitalen Vorlagen, dazu gehört auch das teilweise oder vollumfängliche Kopieren. Dies gilt, laut Umberto Eco (1), insbesondere für die Schrift.

Kollaboratives Schreiben vor und mit Hypertext

Gemeinsames, kollaboratives Schreiben ist nicht erst mit dem Aufkommen von Hypertext entstanden. Ede und Lunsford (1) haben bereits Ende der 1980er Jahre bestehende Formen kollaborativen Schreibens untersucht. Allerdings spielte die digitale Erfassung von Text für die Vereinfachung kollaborativer Schreibprozesse noch vor dem Durchbruch von ICT eine wichtige Rolle. Die Vereinfachung in der Überarbeitung von Texten am PC hat wesentlich zur Etablierung und Ausweitung von kollaborativen Schreibprozessen beigetragen.

Ede und Lunsford haben in ihrer Untersuchung vor allem Beispiele aus den Technik- und Naturwissenschaften, aus der Medizin und den Rechtswissenschaften untersucht. In den Geisteswissenschaften war und ist kollaboratives Schreiben nicht sehr verbreitet. Auch in den Geschichtswissenschaften zählen kollaborative verfasste Publikationen zu den Ausnahmen (eine aktuelle ist beispielsweise die Festschrift zum 150jährigen Jubiläum der ETH [2]. Das heisst aber nicht, dass nicht auch in den Geschichtswissenschaften viel gemeinschaftlich geschrieben wird, es wird nur selten explizit thematisiert. Ohne das intensive Gegenlesen von Texten durch Vertrauenspersonen könnten wohl viele geschichtswissenschaftliche Publikationen den angestrebten Qualitätsstandard nicht erreichen. Davon zeugen die Danksagungen in den Vorworten, aber auch die Erfahrungen mit eigenen Publikationsprojekten.


Arten des gemeinsamen Schreibens

Es gibt verschiedene Formen, wie gemeinsames Schreiben stattfinden kann:

  • Kommunikation: Die Autor/innen verständigen sich bei einem gemeinsamen Publikationsprojekt über ihre Inhalte und stimmen diese untereinander ab (sofern dies nicht ein Redaktor oder Herausgeber übernimmt, bzw. die Funktion der Herausgeberschaft auch wieder gemeinschaftlich vorgenommen wird). Diese Form gilt für viele Sammelbände mit explizit ausgewiesenen Beiträgen von verschiedenen Autor/innen.
  • Konzeption: Diese Form geht dem eigentlichen Schreibprozess voraus und kann anschliessend in alle folgenden Formen gemeinsamen Schreibens münden. Die Autor/innen erarbeiten gemeinsam die Grundlagen, die Struktur des Textes und die Kernaussagen.
  • Kooperation: Kooperation ist das verteilte Schreiben, bei dem Autor/innen beispielsweise die Verantwortung für einzelne Kapitel oder Textteile übernehmen. Diese Form wird (wenn die Autor/innen und ihre Texte nicht explizit bezeichnet werden) oft auch dem kollaborativen Schreiben zugeordnet.
  • Kollaboration: Bei der Kollaboration erarbeiten alle Mitglieder des Autor/innen-Teams den Text gemeinsam. Diese Arbeitsform kann als Versioning (Bearbeiten des Textes durch die Mitglieder zeitlich nacheinander; beispielsweise durch Weiterreichen eines Worddokuments) oder parallel (zeitgleiches, gemeinsames Bearbeiten des Textes, etwa in Wikis oder anderen ICT-gestützten kollaborativen Schreibtools).

Hierarchisch vs. Dialogisch

Es gibt auch unterschiedliche Modi der Verteilung Gestaltungseinflusses: Hierarchisch und dialogisch (Ede/Lunsford). Hierarchisch: eine Person verantwortet und koordiniert. Dies ist vielfach in den naturwissenschaftlichen Publikationen, bei welchen viele Mitarbeiter Beiträge beisteuern und diese von einer Person, die den Lead hat, koordiniert wird. Kann auch heissen, einer entscheidet, andere arbeiten. In den Geschichtswissenschaften wird in der Regel vor allem


Kollaboratives Schreiben mit ICT

Als Sonderform des Kollaborativen Schreibens kann das Kollaborative Schreiben mit ICT gelten. Darin kann man zurzeit unterscheiden zwischen Weblogs, Foren und Wikis. Bei Wikis ist der Fall Wikipedia von besonderem Interesse, da er viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, sehr grosse Untersuchungsbasis bietet. (Wikipedia hat gewisse interessante Eigenschaften: anonyme Teilnehmende, die aber dem Projekt stärker den Stempel aufdrücken und zu Mainstream führen, http://everything2.com bietet mit dem Rating-System der Teilnehmenden eine andere Feedback-Kultur.) Hierzu gehört auch die erste ICT-gestützte Kollaboration, die live vorgeführt wurde: die Präsentation des System NLS von Douglas C. Engelbart von 1968 http://sloan.stanford.edu./MouseSite/1968Demo.html

Kollaboratives Schreiben als Teil gemeinsamer Wissensproduktion

Die Chancen und Möglichkeiten gemeinsamer Wissensproduktion hat die Pädagogik seit längerer Zeit interessiert. Daraus entstanden auch Modelle des Computer Supported Collaborative Work (CSCW) oder des Computer Supported Collaborative Learning (CSCL), die in der aktuellen Diskussion um vielversprechende didaktische Szenarien für den Einsatz von ICT in der Lehre hoch gehandelt werden.


Literatur

  1. Wenz, Karin: "Zeichen lesen: Hypertext revisited", in: Hess-Lüttich, Ernest W.B. (Hg.): Medien, Texte und Maschinen. Angewandte Mediensemiotik, Frankfurt a.M./Bern/New York: Lang 2001, 91-104, S. 91
  2. Ede, Lisa; Lunsford, Andrea: Singular texts/plural authors. Perspectives on collaborative writing, Carbondale: Southern Illinois University Press 1992
  3. Dillenbourg, Pierre (Hg.): Collaborative Learning: Cognitive and Computational Approaches, Amsterdam: Pergamon 1999
  4. Fischer, Frank, Waibel, Mira Chr.: "Wenn virtuelle Lerngruppen nicht so funktionieren wie sie eigentlich sollten", in: Rinn, Ulrike, Wedekind, Joachim: Referenzmodelle netzbasierten Lehrens und Lernens. Virtuelle Komponenten der Präsenzlehre, Münster: Waxmann 2002, S. 35-50
  5. Fischer, Frank: Gemeinsame Wissenskonstruktion – Theoretische und methodologische Aspekte (Forschungsbericht Nr. 142). Ludwig-Maximilians-Universität, Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie, München: LMU 2001 (http://epub.ub.uni-muenchen.de/archive/00000250/ (Zugriff vom 1.2.2006))



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--Jan Hodel 14:59, 10. Feb 2006 (CET)