Kollaboratives Schreiben: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein wichtigs Element des ICT ist die Möglichkeit der Manipulation der digitalen Vorlagen, dazu gehört auch das teilweise oder vollumfängliche [[Digitales Kopieren|Kopieren]]. Dies gilt, laut Umberto Eco ([[1]]), insbesondere für die Schrift.
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Ein wichtigs Element des ICT ist die Möglichkeit der Manipulation der digitalen Vorlagen, dazu gehört auch das teilweise oder vollumfängliche [[Digitales Kopieren|Kopieren]]. Dies gilt, laut Umberto Eco (1), insbesondere für die Schrift.
  
 
Gemeinsames Schreiben ist aber eine Praxis, die nicht erst mit dem Aufkommen von ICT an Bedeutung gewonnen hat. (Ede Lunsford) Allerdings schlägt sie in den Geschichtswissenschaften kaum als kollaborative Autorschaft durch. Noch immer zeichnen vor allem Einzelautor/innen für geschichtswissenschaftliche Publikationen verantwortlich. Ausnahmen sind auffällig (ETHistory. Zukunftsmaschine). Das heisst aber nicht, dass nicht auch in den Geschichtswissenschaften viel gemeinschaftlich geschrieben wird, es ist nur selten explizit thematisiert worden. Ohne das intensiver Gegenlesen von Texten durch Vertrauenspersonen könnten wohl viele geschichtswissenschaftliche Publikationen nicht veröffentlicht werden. Davon zeugen die Danksagungen in den Vorworten, aber auch die Erfahrungen mit eigenen Publikationsprojekten.
 
Gemeinsames Schreiben ist aber eine Praxis, die nicht erst mit dem Aufkommen von ICT an Bedeutung gewonnen hat. (Ede Lunsford) Allerdings schlägt sie in den Geschichtswissenschaften kaum als kollaborative Autorschaft durch. Noch immer zeichnen vor allem Einzelautor/innen für geschichtswissenschaftliche Publikationen verantwortlich. Ausnahmen sind auffällig (ETHistory. Zukunftsmaschine). Das heisst aber nicht, dass nicht auch in den Geschichtswissenschaften viel gemeinschaftlich geschrieben wird, es ist nur selten explizit thematisiert worden. Ohne das intensiver Gegenlesen von Texten durch Vertrauenspersonen könnten wohl viele geschichtswissenschaftliche Publikationen nicht veröffentlicht werden. Davon zeugen die Danksagungen in den Vorworten, aber auch die Erfahrungen mit eigenen Publikationsprojekten.
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=== Literatur ===
 
=== Literatur ===
#1 Wenz, Karin: "Zeichen lesen: Hypertext revisited", in: Hess-Lüttich, Ernest W.B. (Hg.): Medien, Texte und Maschinen. Angewandte Mediensemiotik, Frankfurt a.M./Bern/New York: Lang 2001, 91-104, S. 91
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Wenz, Karin: "Zeichen lesen: Hypertext revisited", in: Hess-Lüttich, Ernest W.B. (Hg.): Medien, Texte und Maschinen. Angewandte Mediensemiotik, Frankfurt a.M./Bern/New York: Lang 2001, 91-104, S. 91
  
  

Version vom 10. Februar 2006, 14:59 Uhr

Ein wichtigs Element des ICT ist die Möglichkeit der Manipulation der digitalen Vorlagen, dazu gehört auch das teilweise oder vollumfängliche Kopieren. Dies gilt, laut Umberto Eco (1), insbesondere für die Schrift.

Gemeinsames Schreiben ist aber eine Praxis, die nicht erst mit dem Aufkommen von ICT an Bedeutung gewonnen hat. (Ede Lunsford) Allerdings schlägt sie in den Geschichtswissenschaften kaum als kollaborative Autorschaft durch. Noch immer zeichnen vor allem Einzelautor/innen für geschichtswissenschaftliche Publikationen verantwortlich. Ausnahmen sind auffällig (ETHistory. Zukunftsmaschine). Das heisst aber nicht, dass nicht auch in den Geschichtswissenschaften viel gemeinschaftlich geschrieben wird, es ist nur selten explizit thematisiert worden. Ohne das intensiver Gegenlesen von Texten durch Vertrauenspersonen könnten wohl viele geschichtswissenschaftliche Publikationen nicht veröffentlicht werden. Davon zeugen die Danksagungen in den Vorworten, aber auch die Erfahrungen mit eigenen Publikationsprojekten.

Verschiedene Arten des gemeinsamen Schreibens:

  • Kommunikation(Verständigung, Austausch über Inhalte)
  • Konzeption (gemeinsames Erarbeiten der Strukturen und Grundaussagen
  • Kooperation (verteiltes Schreiben, z.B. kapitelweise)
  • Kollaboration (Versioning: Bearbeiten des gleichen Textes nacheinander; Parallel: wechselseitiges, gemeinsames Erarbeiten des Textes)

Es gibt auch unterschiedliche Modi der Verteilung Gestaltungseinflusses: Hierarchisch und dialogisch (Ede Lunsford). Hierarchisch: eine Person verantwortet und koordiniert. Dies ist vielfach in den naturwissenschaftlichen Publikationen, bei welchen viele Mitarbeiter Beiträge beisteuern und diese von einer Person, die den Lead hat, koordiniert wird. Kann auch heissen, einer entscheidet, andere arbeiten. In den Geschichtswissenschaften wird in der Regel vor allem




Literatur

Wenz, Karin: "Zeichen lesen: Hypertext revisited", in: Hess-Lüttich, Ernest W.B. (Hg.): Medien, Texte und Maschinen. Angewandte Mediensemiotik, Frankfurt a.M./Bern/New York: Lang 2001, 91-104, S. 91



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--Jan Hodel 14:59, 10. Feb 2006 (CET)