Kollaboratives Schreiben: Unterschied zwischen den Versionen

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Gemeinsames Schreiben ist aber eine Praxis, die nicht erst mit dem Aufkommen von ICT an Bedeutung gewonnen hat. (Ede Lunsford) Allerdings schlägt sie in den Geschichtswissenschaften kaum als kollaborative Autorschaft durch. Noch immer zeichnen vor allem Einzelautor/innen für geschichtswissenschaftliche Publikationen verantwortlich. Ausnahmen sind auffällig (ETHistory. Zukunftsmaschine). Das heisst aber nicht, dass nicht auch in den Geschichtswissenschaften viel gemeinschaftlich geschrieben wird, es ist nur selten explizit thematisiert worden. Ohne das intensiver Gegenlesen von Texten durch Vertrauenspersonen könnten wohl viele geschichtswissenschaftliche Publikationen nicht veröffentlicht werden. Davon zeugen die Danksagungen in den Vorworten, aber auch die Erfahrungen mit eigenen Publikationsprojekten.
 
Gemeinsames Schreiben ist aber eine Praxis, die nicht erst mit dem Aufkommen von ICT an Bedeutung gewonnen hat. (Ede Lunsford) Allerdings schlägt sie in den Geschichtswissenschaften kaum als kollaborative Autorschaft durch. Noch immer zeichnen vor allem Einzelautor/innen für geschichtswissenschaftliche Publikationen verantwortlich. Ausnahmen sind auffällig (ETHistory. Zukunftsmaschine). Das heisst aber nicht, dass nicht auch in den Geschichtswissenschaften viel gemeinschaftlich geschrieben wird, es ist nur selten explizit thematisiert worden. Ohne das intensiver Gegenlesen von Texten durch Vertrauenspersonen könnten wohl viele geschichtswissenschaftliche Publikationen nicht veröffentlicht werden. Davon zeugen die Danksagungen in den Vorworten, aber auch die Erfahrungen mit eigenen Publikationsprojekten.
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== Arten des gemeinsamen Schreibens ==
 
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* Kooperation (verteiltes Schreiben, z.B. kapitelweise)
 
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* Kollaboration (Versioning: Bearbeiten des gleichen Textes nacheinander; Parallel: wechselseitiges, gemeinsames Erarbeiten des Textes)
 
* Kollaboration (Versioning: Bearbeiten des gleichen Textes nacheinander; Parallel: wechselseitiges, gemeinsames Erarbeiten des Textes)
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== Hierarchisch vs. Dialogisch ==
 
== Hierarchisch vs. Dialogisch ==
Es gibt auch unterschiedliche Modi der Verteilung Gestaltungseinflusses: Hierarchisch und dialogisch (Ede Lunsford). Hierarchisch: eine Person verantwortet und koordiniert. Dies ist vielfach in den naturwissenschaftlichen Publikationen, bei welchen viele Mitarbeiter Beiträge beisteuern und diese von einer Person, die den Lead hat, koordiniert wird. Kann auch heissen, einer entscheidet, andere arbeiten. In den Geschichtswissenschaften wird in der Regel vor allem  
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Es gibt auch unterschiedliche Modi der Verteilung Gestaltungseinflusses: Hierarchisch und dialogisch (Ede/Lunsford). Hierarchisch: eine Person verantwortet und koordiniert. Dies ist vielfach in den naturwissenschaftlichen Publikationen, bei welchen viele Mitarbeiter Beiträge beisteuern und diese von einer Person, die den Lead hat, koordiniert wird. Kann auch heissen, einer entscheidet, andere arbeiten. In den Geschichtswissenschaften wird in der Regel vor allem  
  
  
 
=== Literatur ===
 
=== Literatur ===
 
(1) Wenz, Karin: "Zeichen lesen: Hypertext revisited", in: Hess-Lüttich, Ernest W.B. (Hg.): Medien, Texte und Maschinen. Angewandte Mediensemiotik, Frankfurt a.M./Bern/New York: Lang 2001, 91-104, S. 91
 
(1) Wenz, Karin: "Zeichen lesen: Hypertext revisited", in: Hess-Lüttich, Ernest W.B. (Hg.): Medien, Texte und Maschinen. Angewandte Mediensemiotik, Frankfurt a.M./Bern/New York: Lang 2001, 91-104, S. 91
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(2) Ede, Lisa; Lunsford, Andrea: Singular texts/plural authors. Perspectives on collaborative writing, Carbondale: Southern Illinois University Press 1992
  
  

Version vom 10. Februar 2006, 15:05 Uhr

Ein wichtigs Element des ICT ist die Möglichkeit der Manipulation der digitalen Vorlagen, dazu gehört auch das teilweise oder vollumfängliche Kopieren. Dies gilt, laut Umberto Eco (1), insbesondere für die Schrift.

Gemeinsames Schreiben ist aber eine Praxis, die nicht erst mit dem Aufkommen von ICT an Bedeutung gewonnen hat. (Ede Lunsford) Allerdings schlägt sie in den Geschichtswissenschaften kaum als kollaborative Autorschaft durch. Noch immer zeichnen vor allem Einzelautor/innen für geschichtswissenschaftliche Publikationen verantwortlich. Ausnahmen sind auffällig (ETHistory. Zukunftsmaschine). Das heisst aber nicht, dass nicht auch in den Geschichtswissenschaften viel gemeinschaftlich geschrieben wird, es ist nur selten explizit thematisiert worden. Ohne das intensiver Gegenlesen von Texten durch Vertrauenspersonen könnten wohl viele geschichtswissenschaftliche Publikationen nicht veröffentlicht werden. Davon zeugen die Danksagungen in den Vorworten, aber auch die Erfahrungen mit eigenen Publikationsprojekten.


Arten des gemeinsamen Schreibens

Es gibt verschiedene Formen, wie gemeinsames Schreiben stattfinden kann:

  • Kommunikation(Verständigung, Austausch über Inhalte)
  • Konzeption (gemeinsames Erarbeiten der Strukturen und Grundaussagen
  • Kooperation (verteiltes Schreiben, z.B. kapitelweise)
  • Kollaboration (Versioning: Bearbeiten des gleichen Textes nacheinander; Parallel: wechselseitiges, gemeinsames Erarbeiten des Textes)


Hierarchisch vs. Dialogisch

Es gibt auch unterschiedliche Modi der Verteilung Gestaltungseinflusses: Hierarchisch und dialogisch (Ede/Lunsford). Hierarchisch: eine Person verantwortet und koordiniert. Dies ist vielfach in den naturwissenschaftlichen Publikationen, bei welchen viele Mitarbeiter Beiträge beisteuern und diese von einer Person, die den Lead hat, koordiniert wird. Kann auch heissen, einer entscheidet, andere arbeiten. In den Geschichtswissenschaften wird in der Regel vor allem


Literatur

(1) Wenz, Karin: "Zeichen lesen: Hypertext revisited", in: Hess-Lüttich, Ernest W.B. (Hg.): Medien, Texte und Maschinen. Angewandte Mediensemiotik, Frankfurt a.M./Bern/New York: Lang 2001, 91-104, S. 91 (2) Ede, Lisa; Lunsford, Andrea: Singular texts/plural authors. Perspectives on collaborative writing, Carbondale: Southern Illinois University Press 1992



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--Jan Hodel 14:59, 10. Feb 2006 (CET)