Non-Linearität: Unterschied zwischen den Versionen

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Non-Linearität ist ein wesentliches Element der [[Hypertext|Hypertext-Theorie]]. Die Informationseinheiten sind modular und für sich genommen verständlich. Dann spielt die Reihenfolge, in der diese Informationseinheiten gelesen werden, keine Rolle mehr. Die Leser/innen können entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die Texte lesen wollen: Sie werden zu "[[Wreading|Wreadern]]".
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Die Non-Linearität ist ein wesentliches Element der [[Hypertext|Hypertext-Theorie]]. Die Informationseinheiten sollen modular und für sich genommen verständlich sein. Dann spielt die Reihenfolge, in der diese Informationseinheiten gelesen werden, keine Rolle mehr. Die Leser/innen können entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die Texte lesen wollen: Sie werden zu "[[Wreading|Wreadern]]".
  
Damit verlieren die Verfasser/innen nicht nur die Kontrolle darüber, wie ihr Text gelesen wird. Denn auch bei einem Buch steht es den Leser/innen frei, in welcher Reihenfolge sie Seiten oder Kapitel lesen wollen. Doch beim Hypertext ist es für die Verfasser/innen schwieriger, deutlich zu machen, wie sie den Text gedacht haben, wie er ihrer Ansicht nach gelesen werden sollte, oder mit anderen Worten, sie ihn gemeint haben.
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Dass die Autor/innen keine Kontrolle darüber besitzen, wie ihr Text gelesen wird, gilt nicht nur für Hypertexte. Denn auch bei einem Buch steht es den Leser/innen frei, in welcher Reihenfolge sie Seiten oder Kapitel lesen wollen. Doch beim Hypertext ist es für die Autor/innen schwieriger, durch die Anordnung der Textteile deutlich zu machen, wie der Text ihrer Ansicht nach gelesen werden sollte, oder mit anderen Worten, sie ihn gemeint haben.
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Diese Feststellung muss allerdings präzisiert werden. Einerseits können Hypertexte sehr wohl linear angelegt sein. Die Links ermöglichen den Leser/innen dann lediglich die schnelle Navigation innerhalb des Textes, analog zum Durchblättern des Buches, aber komfortabler. Und diese Umsetzung von linearen Texten in Hypertext-Format ist nicht selten. So wird das Web zu einer Publikationsvariante für einen Text, der vor allem für Verweise und Quellennachweise den Leser/innen zusätzlichen Komfort bietet, weil die entsprechenen Dokumente mit einem Mausklick aufgerufen werden können.
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Andererseits können auch Aussagen mit non-linearen Texten gemacht werden. Denn nicht nur die Reihenfolge, sondern auch die Auswahl der miteinander verlinkten Texte (und die Art der [[Hypertext#Verlinkung]])
  
 
Allerdings ist Reihenfolge ev. weniger gravierend als Geschlossenheit
 
Allerdings ist Reihenfolge ev. weniger gravierend als Geschlossenheit
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Gumbrecht- wäre dies ein Hypertext auf dem Internet? Nicht zu lange, zu sperrig? Wird ausgedruckt, und damit verliert er jeden Vorteil des ICT-Ausprägung gegenüber dem Druck.
 
Gumbrecht- wäre dies ein Hypertext auf dem Internet? Nicht zu lange, zu sperrig? Wird ausgedruckt, und damit verliert er jeden Vorteil des ICT-Ausprägung gegenüber dem Druck.
  
Hypertext ist nicht primär ICT-gebunden, aber durch die Verbreitung von ICT und besonders des Webs (aber schon vor des Durchbruchs des Webs) populär geworden. "Wissenschaftliches Schreiben" in Form von Hypertexten ist jedoch kaum verbreitet. Auch Barthes, Landow und Bolton schreiben überaus konventionell linear.
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Hypertext ist nicht primär ICT-gebunden, aber durch die Verbreitung von ICT und besonders des Webs (aber schon vor des Durchbruchs des Webs) populär geworden. "Wissenschaftliches Schreiben" in Form von Hypertexten ist jedoch kaum verbreitet. Auch Landow und Bolton schreiben ihre Texte über Hypertext konventionell linear.
  
Ausstellung? Hypermedia
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Andererseits ist zu Ausstellung? Hypermedia
 
müssen in sich geschlossen sein, unterschiedliche Abfolge, je nach Konzept auch "nicht-linear". Auch und besonders unter Einschluss verschiedener Medien, worunter der Text nicht der wichtigste ist.
 
müssen in sich geschlossen sein, unterschiedliche Abfolge, je nach Konzept auch "nicht-linear". Auch und besonders unter Einschluss verschiedener Medien, worunter der Text nicht der wichtigste ist.
  

Version vom 16. Februar 2006, 11:41 Uhr

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Die Non-Linearität ist ein wesentliches Element der Hypertext-Theorie. Die Informationseinheiten sollen modular und für sich genommen verständlich sein. Dann spielt die Reihenfolge, in der diese Informationseinheiten gelesen werden, keine Rolle mehr. Die Leser/innen können entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die Texte lesen wollen: Sie werden zu "Wreadern".

Dass die Autor/innen keine Kontrolle darüber besitzen, wie ihr Text gelesen wird, gilt nicht nur für Hypertexte. Denn auch bei einem Buch steht es den Leser/innen frei, in welcher Reihenfolge sie Seiten oder Kapitel lesen wollen. Doch beim Hypertext ist es für die Autor/innen schwieriger, durch die Anordnung der Textteile deutlich zu machen, wie der Text ihrer Ansicht nach gelesen werden sollte, oder mit anderen Worten, sie ihn gemeint haben.

Diese Feststellung muss allerdings präzisiert werden. Einerseits können Hypertexte sehr wohl linear angelegt sein. Die Links ermöglichen den Leser/innen dann lediglich die schnelle Navigation innerhalb des Textes, analog zum Durchblättern des Buches, aber komfortabler. Und diese Umsetzung von linearen Texten in Hypertext-Format ist nicht selten. So wird das Web zu einer Publikationsvariante für einen Text, der vor allem für Verweise und Quellennachweise den Leser/innen zusätzlichen Komfort bietet, weil die entsprechenen Dokumente mit einem Mausklick aufgerufen werden können.

Andererseits können auch Aussagen mit non-linearen Texten gemacht werden. Denn nicht nur die Reihenfolge, sondern auch die Auswahl der miteinander verlinkten Texte (und die Art der Hypertext#Verlinkung)

Allerdings ist Reihenfolge ev. weniger gravierend als Geschlossenheit

Gumbrecht- wäre dies ein Hypertext auf dem Internet? Nicht zu lange, zu sperrig? Wird ausgedruckt, und damit verliert er jeden Vorteil des ICT-Ausprägung gegenüber dem Druck.

Hypertext ist nicht primär ICT-gebunden, aber durch die Verbreitung von ICT und besonders des Webs (aber schon vor des Durchbruchs des Webs) populär geworden. "Wissenschaftliches Schreiben" in Form von Hypertexten ist jedoch kaum verbreitet. Auch Landow und Bolton schreiben ihre Texte über Hypertext konventionell linear.

Andererseits ist zu Ausstellung? Hypermedia müssen in sich geschlossen sein, unterschiedliche Abfolge, je nach Konzept auch "nicht-linear". Auch und besonders unter Einschluss verschiedener Medien, worunter der Text nicht der wichtigste ist.



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--Jan Hodel 14:07, 10. Feb 2006 (CET)