Non-Linearität

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Non-Linearität ist ein wesentliches Element der Hypertext-Theorie. Die Informationseinheiten sind modular und für sich genommen verständlich. Dann spielt die Reihenfolge, in der diese Informationseinheiten gelesen werden, keine Rolle mehr. Die Leser/innen können entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die Texte lesen wollen: Sie werden zu "Wreadern".

Damit verlieren die Verfasser/innen nicht nur die Kontrolle darüber, wie ihr Text gelesen wird. Denn auch bei einem Buch steht es den Leser/innen frei, in welcher Reihenfolge sie Seiten oder Kapitel lesen wollen. Doch beim Hypertext ist es für die Verfasser/innen schwieriger, deutlich zu machen, wie sie den Text gedacht haben, wie er ihrer Ansicht nach gelesen werden sollte, oder mit anderen Worten, sie ihn gemeint haben.

Allerdings ist Reihenfolge ev. weniger gravierend als Geschlossenheit

Gumbrecht- wäre dies ein Hypertext auf dem Internet? Nicht zu lange, zu sperrig? Wird ausgedruckt, und damit verliert er jeden Vorteil des ICT-Ausprägung gegenüber dem Druck.

Hypertext ist nicht primär ICT-gebunden, aber durch die Verbreitung von ICT und besonders des Webs (aber schon vor des Durchbruchs des Webs) populär geworden. "Wissenschaftliches Schreiben" in Form von Hypertexten ist jedoch kaum verbreitet. Auch Barthes, Landow und Bolton schreiben überaus konventionell linear.

Ausstellung? Hypermedia müssen in sich geschlossen sein, unterschiedliche Abfolge, je nach Konzept auch "nicht-linear". Auch und besonders unter Einschluss verschiedener Medien, worunter der Text nicht der wichtigste ist.



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--Jan Hodel 14:07, 10. Feb 2006 (CET)